Grading-Markt unter Druck: PSA pausiert günstige Stufen – Konkurrenten geraten an die Kapazitätsgrenze
Der Marktführer PSA hat zum 2. Juni 2026 seine günstigen Value-Einsendestufen ausgesetzt – Auslöser ist ein Rückstau von rund zehn Millionen Karten. Günstigster Einstieg ist seither die reguläre Stufe. Sammler weichen zu CGC und TAG aus, die ihrerseits an Kapazitätsgrenzen stoßen.
Der Markt für das professionelle Bewerten von Sammelkarten steht im Juni 2026 unter Druck. Der Marktführer PSA setzte zum 2. Juni 2026 seine vier günstigen Value-Stufen – Value Bulk, Value, Value Plus und Value Max – für neue Einsendungen aus. Als Grund nannte das Unternehmen einen aktiven Rückstau, der auf rund zehn Millionen Karten zusteuerte, nachdem die Einsendungen binnen zwei Wochen um etwa 20 Prozent zugelegt hatten.
Günstigster Einstieg ist seither die reguläre Stufe zu 79,99 US-Dollar pro Karte, bei verlängerter Bearbeitungszeit von 40 bis 50 Werktagen. Höhere Stufen wie Express und Super Express blieben geöffnet. PSA will den Rückstau auf fünf Millionen Karten senken und rechnet dafür mit bis zu vier Monaten; die Value-Stufen könnten damit um Oktober 2026 wieder öffnen. Der Fortschritt soll über einen monatlich aktualisierten Backlog-Tracker sichtbar bleiben.
In der Folge weichen Sammler verstärkt auf Wettbewerber aus – und treiben auch diese an ihre Grenzen. CGC nimmt zwar weiter alle Stufen an, die Durchlaufzeiten für günstige Einsendungen sind jedoch auf rund 120 Tage gestiegen. TAG schloss nach eigenen Angaben seine Basic-, Standard- und Express-Stufen wegen Auslastung; offen blieben nur die teureren Priority- und Walkthrough-Slots.
Damit sind kurz nach der PSA-Entscheidung mehrere große Anbieter zugleich pausiert, überlastet oder deutlich verlangsamt. Marktbeobachter raten Sammlern, die Wirtschaftlichkeit von Einsendungen neu zu rechnen, da höhere Stückkosten bei Karten im mittleren Preisbereich die Marge aufzehren können. PSA bleibt trotz der Einschränkungen die meistgesuchte Grading-Marke.
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